Pfandtastisch helfen in Altenburg

Charity-Konzept zur Unterstützung sozialer Einrichtungen in Altenburg mittels Pfandboxen

stand: 7.07.2019

pfandtastisch-helfen.de
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Die Idee

In den Neubaugebieten Altenburg-Nord und Altenburg-Süd-Ost gibt es je eine Jugendeinrichtung in öffentlicher Hand, welche gut angenommen und besucht werden. Dennoch ist die finanzielle und personelle Ausstattung mangelhaft.

Mit den Pfandboxen in verschiedenen Kaufhallen und Supermärkten soll für ein kleines aber stetiges Spendenaufkommen gesorgt werden. In Nord sollen Pfandboxen für das Abstellgleis und in Süd-Ost für das East-Side angebracht werden. Pfandboxen in den anderen Stadtteilen sollen durchmischt angebracht werden.

Jugendeinrichtung "East Side"                     Öffnungszeiten
Platanenstraße 5a                                 Montag:     14:00 Uhr - 20:00 Uhr
Telefon: 03447/487956                             Dienstag:   geschlossen
Fax:     03447/487955                             Mittwoch:   14:00 Uhr - 20:00 Uhr
E-Mail:  jugendtreff.eastside@web.de              Donnerstag: 14:00 Uhr - 20:00 Uhr
                                                  Freitag:    14:00 Uhr - 21:00 Uhr
Ansprechpartner                                   Samstag:    geschlossen
Klaus Liebig und Maria Knak                       Sonntag:    geschlossen
Kinder- und Jugendtreff "Abstellgleis"            Öffnungszeiten
Offene und Mobile Jugendarbeit Team Nord          Montag:     13:00 Uhr - 19:00 Uhr
Otto-Dix-Straße 44                                Dienstag:   geschlossen
Telefon: 03447 489902                             Mittwoch:   13:00 Uhr - 19:00 Uhr
Mobil:   0151 55103488                            Donnerstag: 13:30 Uhr - 20:00 Uhr
                                                  Freitag:    13:30 Uhr - 20:00 Uhr
Ansprechpartner                                   Samstag:    geschlossen
Antje Köhler und Andreas Hänsge                   Sonntag:    geschlossen

Eine Ausweitung des Konzeptes auf andere Einrichtungen oder auf andere Städte im Altenburger Land wären ebenso möglich. Als Beispiel sei hier der Jugendclub „Am Betonwerk“ in Schmölln genannt.

Ziele

Neben der finanziellen Unterstützung soll die Bekanntheit dieser Einrichtungen besonders in den anderen Stadtteilen gesteigert werden. Weiterhin soll dadurch auch die Wichtigkeit dieser Einrichtungen bewusst gemacht werden, in der Hoffnung so eine größere Unterstützung im Stadtrat und im Kreistag zu erzeugen.

Konzept der Pfandboxen

Das Konzept der Pfandboxen stammt von der Initiative „Pfandtastisch helfen!“, einem Projekt der „SOZIALHELDEN e.V.“ aus Berlin.
Das Konzept ist, durch das Anbringen von Spendenboxen für Pfandbons in unmittelbarer Nähe von Rückgabeautomaten und Stationen für Pfandflaschen, dem Kunden eine einfache Option zur
Verfügung zu stellen, den Pfandwert für den Eigenbedarf einzutauschen, oder durch Einwerfen des Bons in die Box der jeweiligen Organisation oder Einrichtung zu spenden.

pfandtastisch-helfen.de
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Diese Boxen wurden für diesen speziellen Zweck gesondert entworfen und können von „Pfandtastisch helfen!“ zum Selbstkostenpreis von 160€ je Box bezogen werden. Rabatte können für größere Mengen gewehrt werden. Es ist auch möglich, ältere und gebrauchte Modelle für je 80€ zu erhalten, sofern verfügbar.

Die Boxen wurden zum einen so konzipiert, dass sie eine Tafel mit erklärendem Text und Abbildungen vorsehen, sodass die potentiellen Spender über Zweck und Empfänger aufgeklärt werden. Zum anderen ist ein Sichtfenster vorgesehen, sodass zu erkennen ist, wie viele Bons bereits eingeworfen wurden. Dies soll dem Anreiz dienen. Zusätzlich wurde auf Sicherheit wert gelegt, so dass eine unberechtigte Entnahme erschwert ist. Sollbruchstellen sind vorgesehen, sodass bei einer Zerstörung nicht Gebäudeteile des Marktes beschädigt werden, sondern die Halterung nachgibt.

Mögliches Spendenaufkommen

„Pfandtastisch helfen!“ gibt an, dass sich eine Box für 160€ im Schnitt innerhalb von 2-3 Monaten amortisiere. Geht man im Altenburger Land von einem geringeren Spendenaufkommen aus, so sind wohl eher 150€ in 3 Monaten, also 50€ je Monat realistischer.

Bisherige Verbreitung

Auf der Webseite von „Pfandtastisch helfen!“ wird eine Karte angeboten, mit der Verbreitung bisher angebrachter Pfandboxen.

Wenn diese Pfandboxen auch noch nicht überall zu finden sind, so sind die es bereits in vielen Teilen Deutschlands. Aber gerade in den neuen Bundesländern ist mit Ausnahme von Berlin und Erfurt das Konzept wohl eher unbekannt. Altenburg würde hier also bereits mit 2 Boxen eine Vorreiterrolle übernehmen.
Der dennoch hohe Einsatz von Pfandboxen zeigt aber, dass das Konzept mehr als einmal geprüft wurde und bestand hat.

Mögliche Organisationsformen

Um die Boxen zu beziehen, können gemeinnützige Organisationen vertraglich eine Partnerschaft mit „SOZIALHELDEN e.V.“ eingehen. Nur gemeinnützige Organisationen können Vertragspartner werden.
Aufgrund der dünnen Personaldecke, ist es den SozialarbeiterInnen in den Einrichtungen nicht zuzumuten, sich darum zu bemühen. Um diese zu entlasten gibt es im wesentlichen zwei praktikable
Alternativen.

Einzelne Vertragspartnerschaften mit Unterstützung durch die linksjugend [’solid] Thüringen – OG Altenburger Land
Insofern das East-Side, das Abstellgleis und andere Einrichtungen, beziehungsweise deren Träger als gemeinnützig gelten, könnten diese einzeln Verträge mit dem „SOZIALHELDEN e.V.“ schließen. Die Organisation, das Gewinnen von Supermärkten und Kaufhallen für dieses Projekt würde die Linksjugend übernehmen. Hierdurch hätten die Einrichtungen alle handhabe über dieses Projekt und das Spendenaufkommen, der Arbeitsaufwand läge jedoch bei der Linksjugend.

Stellvertretende Vertragspartnerschaft durch eine gemeinnützige Organisation
Es wäre auch möglich, dass eine bestehende oder noch zu gründende gemeinnützige Organisation stellvertretend für alle Spendennehmer die Vertragspartnerschaft eingeht. Diese Organisation würde personell von der Linksjugend unterstützt werden. Es ist legitim, dass ein Vertragspartner das
Spendenaufkommen an Dritte weitergibt, wenn diese Weitergabe im Sinne des Vertrages ist und darüber Auskunft gegeben werden kann.

Entnahme und Auszahlung
In welchen Intervallen und durch wen den die Pfandbons aus den Pfandboxen entnommen und eingelöst werden, kann je nach Bedarf separat geregelt werden. So kann die Entnahme durch MitarbeiterInnen des jeweiligen Marktes oder durch den Vertragspartner erfolgen. Auch kann geregelt werden, ob das Geld in Bar ausgezahlt oder überwiesen wird.

Mögliche Probleme und Risiken

Durch den recht hohen Anschaffungspreis für die speziell entworfenen Boxen, entstehen hierbei hohe Initialkosten. Bei beispielsweise 10 Boxen für 10 Märkten belaufen sich diese auf 1600€.
Wenngleich diese in wenigen Monaten wieder eingenommen wären, muss dieser Betrag erst einmal aufgebracht werden. Nach Möglichkeiten diese durch Spenden, die öffentliche Hand oder über Fördermittel aufzubringen wird gesucht. Auch hierfür setzt sich die Linksjugend ein.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit erst einmal mit 2 Pfandboxen anzufangen, den Erfolg zu validieren und entweder mit den Einnahmen weitere Boxen zu finanzieren oder mit dem Erfolg weitere Spender zu gewinnen.

Zuzüglich zur einmaligen Nutzungs- und Lizenzgebühr von 160€, werden eine laufende Gebühr von 80€ pro Jahr und Box fällig. In Rücksprache mit Sozialhelden e.v. wurde zugesichert, dass dieser Betrag nur fällig wird, wenn es die Einnahmen auch zulassen. Sind die Einnahmen geringer, fällt auch diese Gebühr geringer aus, oder entfällt sogar gänzlich.

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